basics. Medien | Kunst | Gesellschaft

Konrad Becker

Global Security Alliance: Kunst und öffentliche Sicherheit. Kultur, Kreativwirtschaft und Risikomanagement im 21. Jahrhundert

12. 10. 2007, 19.00 Uhr

Globale Medien und Wirtschaftsnetzwerke realisieren Profite aus Konflikten, die vor allem auch im militärischen Unterhaltungssektor, in der Kulturproduktion und den Creative Industries ausgetragen werden. Kunst und Kultur sind geopolitische und psychozivilisatorische Profitcenter mit hoher psychologisch emotionaler Wertschöpfung. Sie beinhalten die besondere Qualifikation gleichzeitig die "Hearts and Minds" zu erreichen und unbewusste, emotionelle und intellektuelle Muster anzusprechen und auszubeuten.

Spezialisiert auf PR und Kommunikation über große Entfernungen, schafft Kunst im Einklang mit ihrer Zeit nicht Bilder sondern Wirklichkeiten. Auf der Basis einer internationalen Zusammenarbeit in der elektronischen und strategischen Vernetzung wird ein Wirkungsgrad und ein Standard der Effektivität erreicht, der geeignet ist Ansichten, Wahrnehmungen, Verhaltensformen und öffentliche Gestaltungsräume zu beeinflussen. Die Propaganda der Tat aus dem späten 19. Jahrhundert wurde zur Kunst die Debatte zu beeinflussen weiterentwickelt um mehr als nur simple Akte der Gewalt zu beinhalten. Ähnlich wie Terroristen arbeiten Künstler asymmetrisch und unkonventionell und verwenden unorthodoxe Methoden und Praktiken.

In einem Krieg gegen unsichtbare Gegner und einer Ökonomie der Begrifflichkeit die von Militarisierung und Kommerzialisierung beherrscht wird, scheint für semiotische Demokratie und eine Kultur der Veränderung kein Platz zu sein. Aber eben deswegen nehmen Konzepte der kulturellen Intelligence, die Auseinandersetzung mit taktischer Realität, in einer von strategischer Kommunikation dominierten Welt, einen besonderen Stellenwert ein.

G.S.A. Global-Security-Alliance.Com \ The Power to Influence Results / Global Security Alliance bietet als Unternehmen für Sicherheitsdienstleistungen ein breites Spektrum von Systemlösungen und Einzelanwendungen für vielfältige sicherheitskulturelle Anforderungen.

Konrad Becker


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es ist eben nicht egal…
PROTEST | GEGENÖFFENTLICHKEIT | SABOTAGE | PIRATERIE | STÖRUNG

Das Festival „basics. Medien | Kunst | Gesellschaft“ wird unter dem politisch bedeutungsschweren Begriff Guerilla widerständige und subversive Praktiken aus ihrer historischen Perspektive heraus mit dem Ziel einer Aktualisierung neu zur Disposition stellen: Ist aber durch die populäre Wendung hin zu einer Spaßguerilla es überhaupt noch sinnvoll „Guerilla“ zu sein? Wie eine widerständige Praxis im politischen Sinn erweitern? Wie in einer neoliberal organisierten Umgebung mitsamt ihren Sicherheitsbedürfnissen produktiv störend und verändernd tätig werden? Welche Rolle spielen die neuesten Medientechnologien in den Protestbewegungen und wo werden diese selbst zum Objekt?

Hildegard Fraueneder